AKTUELL
Am Freitag, 23. Oktober erhielt in Trier das CinéMayence vom Land Rheinland-Pfalz zwei Kinoprogrammpreise 2026. In der Kategorie Kurzfilm erhielt das CinéMayence den Hauptpreis und für sein kulturell herausragendes Filmprogramm einen weiteren Preis. 

KinopreisverleihungDie Preise wurden von Kulturminister Sven Teubner bekannt gegeben, der in seiner Rede die besonderen Leistungen des Kinos für die Zivilgesellschaft und die Bedeutung der ausgezeichneten Kinos für die Entwicklung der Demokratie in der Gesellschaft hervorhob. Die Urkunden überreichte Frau Dr. Ariane Fellbach-Stein vom Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur.
Die Urkunden und Geldpreise wurden im Broadway Filmtheater, das den Hauptpreis für sein herausragendes Filmprogramm erhielt, übergeben.
Die Preisverleihung war eine feierliche Veranstaltung  mit Reden zur Bedeutung des Kinos und mit der Projektion von zwei Kurzfilmen aus Rheinland-Pfalz.


Die Preise für das CinéMayence wurden von den Vorstandsmitgliedern Silvia Schmidt-Kahlert (r. im Bild) und Yumi Machiguchi (2.v links im Bild) und Kinoleiter Reinhard W. Wolf (2. von rechts im Bild) entgegen genommen.  Foto: Simon Engelbert

Die Arbeitsgemeinschaft Stadtkino dankt der Jury und dem Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur für die tollen Preise.


Aktuelles Programm

Im November zeigen wir interessante, aktuelle Spiel- und Dokumentarfilme, die noch nicht in Mainz zu sehen waren. Zunächst setzen wir unsere Reihe Natur im Film in mit einem Film über Vogelbeobachter WATCHING PEOPLE WATCHING fort. In der ersten Monatshälfte sind wir Spielstelle für das FILMZ-Festival 2026 und zeigen Festivalfilme in den Reihen Dokumentarfilm, Spotlight und Symposium. In der zweiten Monatshälfte bringen wir wieder zusammen mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG Mainz Filme aus und über Israel.

Außerdem haben wir zahlreiche Kooperationsveranstaltungen zu anderen aktuellen Themen im Programm. Viele dieser Veranstaltungen werden von Gesprächen begleitet!

Lassen Sie sich von einem vielseitigen, unterhaltsamen Programm überraschen!

Mit besten Empfehlungen

Ihr CinéMayence-Team

Reservierung online: https://cinemayence.online/reservierung-online/ (reservierbar ab 30 Tage vor dem Termin) Reservierungen per E-Mail können leider nicht bearbeitet werden!
Bitte beachten Sie: Kartenzahlung ist nicht möglich – bitte Bargeld mitbringen!
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Das CinéMayence wird gefördert von der Stadt Mainz










Filmbild
Do, 29.10. bis Di, 3.11. 20:00
Natur/im/Filmtage / Vögel
Watching People Watching Birds
Dokumentarfilm von Ulrike Franke & Michael Loeken, D 2026, 96 Min., FSK 0
Politisch brisant, ernsthaft und doch humorvoll begleitet dieser Film Menschen, die sich leidenschaftlich für die Vogelbeobachtung interessieren. Die Zahl und die Diversität der Vögel gehen weltweit dramatisch zurück. Gleichzeitig entdecken immer mehr Menschen die Welt der Vögel für sich: Sie alle haben eine ganz eigene Geschichte, die sie zu Birdwatchern gemacht hat. Der weltberühmte Autor Jonathan Franzen, die Bäckereiverkäuferin oder das junge Ornithologenteam: sie alle eint die Liebe zu einer stark bedrohten Spezies.

Weil die meisten ProtagonistInnen nun einmal nicht in unberührter Natur wohnen richten sie ihren Blick auf die gefiederte Tierwelt, die sie am Straßenrand und neben dem Sportplatz entdecken. Filmbild
Die Blicke durchs Fernglas sind dabei auch eine Suche nach etwas Ursprünglichem, Einzigartigem, Wahrem. Sie verweisen auf eine tiefliegende Verbundenheit der Menschen zur zurückgedrängten Natur und die gerade auch in urbanen Räumen schwelende Sehnsucht nach gefiederten Nachbarn wie Zilpzalpen, Hausrotschwänzen, Mauerseglern.

Der Film wird so zur Erzählung von Zweifel und Hoffnung, Leben und Tod, vom Bleiben und Verschwinden. Und die Vögel auf eine berauschende, fast unheimliche Art zur Metapher für den Zustand der Welt.




Filmbild
Mi, 4. bis Fr, 13.11.
Symposium / Spotlight / Dokumentarfilm / mittellange Filme
FILMZ
Bitte die geänderten Anfangszeiten und Eintrittspreise des Festivals beachten!
Programm siehe Internet-Seite des Festivals
URL des Festivals: https://www.filmz-mainz.de



Filmbild
Sa, 14. bis Mi, 18.11. 20:00
Dokumentarfilm / Propaganda / Gleichschaltung
Ein Nobody gegen Putin
Dokumentarfilm von David Borenstein, Pawel Talankin, DK 2025, 89 Min., OmU, FSK 12
Pavel „Pasha“ Talankin ist Lehrer und begeisterter Amateurfilmer an einer Schule in Karabasch, einer Industriestadt im Ural. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine verändert sich der Schulalltag grundlegend.

Patriotische Unterrichtseinheiten, Fahnenappelle und militärische Rituale halten Einzug. Pasha erhält den Auftrag, diese Entwicklung mit seiner Kamera für die Behörden zu dokumentieren. Während er die offiziellen Bilder filmt, hält er zugleich mit heimlich aufgenommenen Aufnahmen fest, wie sich die Schule Schritt für Schritt zu einem Instrument staatlicher Propaganda entwickelt.

Über zwei Jahre begleitet Pasha den Wandel des Schulalltags und dokumentiert, wie Kinder und Jugendliche auf Krieg und Gehorsam vorbereitet werden und wie sich das Leben an der Schule unter dem Einfluss des Regimes verändert.

Filmkritik
»Mr. Nobody against Putin ist das Porträt der russischen Kriegswirklichkeit, die viel weniger stolz und heldenhaft ist, als es das Regime gerne darstellt. Und das Porträt eines tatsächlichen, eines stillen Helden, der selbst nie Held sein wollte, der aber den Mut hatte, den andere vermissen lassen. Das Ergebnis seines Unterfangens, mit dem er am Ende sein Leben aufs Spiel setzte, ist eine detailreiche, verstörende Innenansicht einer langsam zerfallenden Gesellschaft, die für die Welt, aber am Ende auch für die russische Bevölkerung von unschätzbarem Wert sein wird. Sie entlarvt Putins Lügen, die Propaganda des Regimes und illustriert, wie Kinder und Jugendliche zum Werkzeug einer Diktatur gemacht werden. Sie zeigt aber auch, dass das innere Gefüge der Gesellschaft viel fragiler ist, als es Putin gerne hätte.« (Christian Klosz, kino-zeit)



Filmbild
Do, 19. + Fr, 20.11. 20:00
Filme aus Israel / Israel im Film
Lolita lesen in Teheran

Im postrevolutionären Teheran der 1990er-Jahre wagt die Literaturprofessorin Azar Nafisi einen stillen Akt des Widerstands: In ihrer Wohnung versammelt sie heimlich sechs ihrer Studentinnen zu einem privaten Lesekreis. Gemeinsam tauchen sie in die verbotenen Werke der westlichen Literatur ein – von Vladimir Nabokov über F. Scott Fitzgerald und Henry James bis hin zu Jane Austen. Inmitten politischer Repression und religiöser Kontrolle wird das Lesen zu einem Akt der Selbstermächtigung, der die Frauen zum Reflektieren über Freiheit, Liebe und Identität inspiriert.

Mit LOLITA LESEN IN TEHERAN erzählt Eran Riklis (LEMON TREE) die wahre Geschichte von Azar Nafisi – basierend auf ihrem gleichnamigen internationalen Bestseller. Entstanden ist ein zutiefst bewegendes Drama über Mut, Hoffnung und die stille Kraft der Worte. In poetischen Bildern und getragen von einem herausragenden Ensemble zeigt der Film eindrucksvoll, wie Literatur selbst in den dunkelsten Zeiten Räume innerer Freiheit schaffen kann.

Dazu gehört auch die schöne Vision, dass die Buchhandlung neben der Universität noch geöffnet hat und in der Straße ein lebendiges, farbenfrohes Treiben herrscht. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Nur der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
In Kooperation mit Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Mainz



Filmbild
Sa, 21. + So, 22.11. 20:00
Filme aus Israel / Israel im Film
A Letter to David (Michtav Le’David)
Dokumentarfilm von Tom Shoval, Israel/USA 2025, 74 Min, OmU, FSK 12
Das Porträt eines Entführten: Am 7. Oktober 2023 wird der Schauspieler David Cunio gemeinsam mit seiner Familie von Hamas-Terroristen aus dem Kibbuz Nir Oz verschleppt. Seine Frau und die kleinen Töchter kommen nach 52 Tagen frei. David hingegen ist – bis heute – Geisel und Opfer des Terrors, tot oder lebendig.


Regisseur Tom Shoval, langjähriger Weggefährte von David Cunio, antwortet mit seinem Film als filmischen Brief an einen Freund, einen Schauspieler, einen Bruder. Dabei verwebt er auf berührende Weise Archivaufnahmen, unveröffentlichtes Behind-the-Scenes-Material aus seinem eigenen, preisgekrönten Debütfilm YOUTH, in dem David und sein Zwillingsbruder Eitan die Hauptrollen spielten. Homevideos, Erinnerungen der Familie Cunio und Interviews mit Eitan, der in Israel auf Davids Rückkehr wartet.

A LETTER TO DAVID ist ein zutiefst menschlicher, politisch aufgeladener Appell gegen das Vergessen, ein Gedenken an alle Geiseln und Opfer dieses Krieges – in Gaza wie in Israel – und ein filmisches Mahnmal gegen die Brutalisierung der Realität. Dabei ergreift er nicht Position für die israelische Seite, sondern für die Opfer.

Filmkritik:
»Bemerkenswert ist dabei Shovals Verzicht auf Voyeurismus. In einer Medienwelt, die von Gewaltbildern übersättigt ist, entscheidet er sich, nicht das Grauen des 7. Oktober selbst zu zeigen, sondern seine Spuren: Stimmen, Geräusche, Erinnerungen. Diese ästhetische Zurückhaltung ist ein ethisches Statement. Der Film wehrt sich gegen die Ökonomie des Schreckens und beharrt darauf, dass Würde nicht durch Bilder zerstört werden darf.« (Thomas Abeltshauser, epdFilm)
In Kooperation mit Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Mainz



Filmbild
Mo, 23. + Di, 24.11. 20:00
Filme aus Israel / Israel im Film
Noga
Dokumentarfilm von Jono & Benji Bergmann, D/IL/A 2026, 95 Min, OmU, FSK 12
Die Musikerin Noga Erez ist mit ihrem kreativen Partner und Lebensgefährten Ori Rousso DIE Musik-Sensation auf den internationalen Bühnen. Provokante Hits wie END OF THE ROAD und VIEWS füllen die Hallen und machen sie zum heißesten Musikexport Israels. Als sie, von privaten Zerwürfnissen gebeutelt, an ihrem bislang größten Album arbeitet, wird ihr Leben von den politischen Ereignissen in ihrer Heimat erschüttert. Zwischen ausverkauften Konzerten, kompromissloser Kunst und einer Welt im Ausnahmezustand sucht sie nach Antworten – und nach ihrer eigenen Stimme. NOGA ist weit mehr als ein Musikfilm. Er erzählt von der Zumutung, als Künstlerin permanent Stellung beziehen zu sollen, und von der Kraft, trotzdem weiter Songs zu schreiben.

»Statt der glatten Nacherzählung eines künstlerischen Wegs als Erfolgsstory, die immer nur steil nach oben zeigt, lässt der Film Raum für Brüche, Selbstzweifel und Widersprüchlichkeiten, denen sich auch die beiden Protagonisten bewusst sind und die sie bewusst zulassen (...) Eine Lose-Lose-Situation nicht nur für sie selbst, sondern für viele kritische Künstler*innen in Israel, deren Meinungskorridor sich aufgrund der Verhärtungen und Polarisierungen immer weiter verengt« (Joachim Kurz, kino-zeit).
In Kooperation mit Deutsch-Israelische Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Mainz




Mi, 25.11. 20:00
goEast / Kurzfilmtour
GoShorts – Revolutions per Minute
6 Kurzfilme aus Osteuropa, 78 Min., OmU VertreterInnen des Wiesbadener goEast-Festivals stellen das Kurzfilmwettbewerbsprogramm des letzten Festivals vor.

Fragments On Resistance (Fragmentebi Tsinaaghmdegobaze)
GEO, SRB 2025 / 24 min / geo, srp OmeU +dU
Regie: Levan Tskhovrebadze, Ani Kiladze
Unruhen prägen das Leben der serbischen Filmjournalistin Pavla und des georgischen Kurzfilmers Levan. In Novi Sad protestieren Menschen gegen Korruption und Autoritarismus, in Georgien gegen russischen Einfluss und Wahlmanipulation. In Nachrichten teilen sie Gedanken, Hoffnungen und Ängste. (sb)

The Care Package (Peradachka)
BLR, DNK 2025 / 7 min / bel, eng OmeU +dU
Regie: Vera Shysh (Pseudonym)
Derzeit sind in belarussischen Gefängnissen über 1.000 politische Gefangene inhaftiert. Besuche und Anrufe werden ihnen meist verwehrt. Märchenhaft inszeniert, erwacht im Film ein Care-Paket zum Leben, das für die Gefangenen oft den einzigen Kontakt zur Außenwelt bietet. (ch)

Slet 1988
DEU, FRA, SRB 2025 / 23 min / hrv, srp OmeU +dU
Regie: Marta Popivoda
Wie revolutionär ist das Kollektiv – wie ideologisch das Individuum? In SLET 1988 stellt Marta Popivoda dem inszenierten, revolutionären Momentum des späten Jugoslawiens den choreografierten Tanz als körperliches Archiv gegenüber und verdichtet ihn zu einer Kritik staatlicher Performativität. (sb)

How To Listen To Fountains Ako Počúvať Fontány
SVK 2025 / 10 min / slk OmeU +dU Regie: Eva Sajanová
Was kann man von den existenzbedrohten Brunnen in Bratislava lernen, wenn man ihnen zuhört? Ein eindringliches Mahnmal für das, was wir verlieren, wenn öffentlicher Raum durch Parkplätze, Einkaufszentren und leere Büros ersetzt wird und alltägliche Begegnungsorte verschwinden. (ch)

Kismet
SVN, HRV 2024 / 15 min / slv, rom OmeU +dU
Regie: Žiga Virc
Während ihre große Schwester die Hochzeit als eine Befreiung sieht, rebelliert die 11-jährige Milena gegen das ihr vorgeschriebene Schicksal – Kismet – und versucht ihre Schwester davon zu überzeugen, dass das, woran sie festhält, ein Mythos ist. (ch)

The Exhibition
HUN, GBR 2025 / 23 min / hun OmeU +dU
Regie: Dáša Raimanová
Nach 25 Jahren kehrt der queere Romani-Fotograf Béla Váradi zurück in seine ländliche, ungarische Heimat. Entgegen aller Selbstzweifel und Widerstände organisiert er eine Ausstellung seiner Arbeit und damit eine mutige Intervention in einem Land, in dem Bélas Identität der staatlichen Repression ausgesetzt ist. (sb)



Filmbild
Do, 26. + Fr, 27.11. 20:00
Investigativ-Journalismus / Film und Gespräch
Whistleblower
Dokumentarfilm von Marc Bauder, Deutschland 2026, 90 Min,
In Kooperation mit dem Journalistischen Seminar der JGU Mainz. Am Do, 26.11. mit dem Protagonisten des Films Frederik Obermaier (Investigativ-Journalist u.a. zu Panama-Papers, Ibiza-Affäre).

Drei mutige Menschen in Afrika, Europa und den USA setzen ihr Leben, ihre Karriere und ihre Familien aufs Spiel, um Informationen zu enthüllen, die aus reinem Machtinteresse vor uns geheim gehalten werden sollen.

Über drei Jahre begleitet der Film Jäger und Gejagte und legt so erstmals auch die universellen Dimensionen des Whistleblowings offen, die über eine einzelne Veröffentlichung hinausgehen. Sie werden beschützt von engagierten Profis, die unermüdlich um die Welt reisen, um zwischen den Interessen der Journalist:innen und den Nöten der Whistleblower:innen zu vermitteln. Und sie werden gejagt von Lobbyisten, Regierungen und ihren Geheimdiensten, die einen regelrechten Krieg gegen Whistleblower führen, um sie einzuschüchtern und zu delegitimieren.

Pressestimmen
»Dass Bauder dieser oft unsichtbaren Arbeit Raum gibt, gehört zu den Stärken des Films. Mut braucht verlässliche Beziehungen. Ein Anwalt, eine sichere Unterkunft oder jemand, der in einer Krise erreichbar bleibt, können darüber entscheiden, ob ein Mensch durchhält. Durch Halgand-Mishra und die anderen Unterstützer gewinnt „Whistleblower“ eine zugewandte, ermutigende Perspektive. Solidarität wird als praktische Arbeit verständlich, die Geduld, Erfahrung und Vertrauen verlangt« (Redaktion Zukunft braucht Erinnerung).
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Filmbild
So, 29.11. bis Mi, 2.12. 20:00
Starke Frauen / Kostüme
Diamanti
Spielfilm von Ferzan Ozpetek, IT 2024, 135 Min., OmU, FSK: 12
Ein Regisseur versammelt seine liebsten Schauspielerinnen – die, mit denen er bereits gearbeitet hat, und die, die er geliebt hat. Er möchte einen Film über Frauen machen, erzählt ihnen jedoch nicht viel darüber. Stattdessen beobachtet er sie, lässt sich von ihnen inspirieren, bis seine Fantasie sie in eine andere Zeit katapultiert: in eine Vergangenheit, in der das Dröhnen der Nähmaschinen einen von Frauen bestimmten Arbeitsplatz erfüllt, in der Männer nur Nebenrollen spielen und das Kino eine neue Sichtweise bekommt – nämlich die der Kostüme. Zwischen Einsamkeit, Leidenschaft, Sehnsüchten, schmerzlicher Abwesenheit und unerschütterlichen Bindungen vermischen sich Realität und Fiktion. Die Leben der Schauspielerinnen und ihrer Figuren, Konkurrenz und Solidarität, Sichtbares und Unsichtbares gehen ineinander über.


Vorschau Dezember
Do, 3.12. Ruanda im Film: RWANDA AND JULIET Dokumentarfilm von Ben Proudfoot, Ruanda/CAN 2016
in Kooperation mit Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda
Fr, 4.12. Psychoanalytiker stellen Film vor: HERO, Spielfilm von Zhang Yimou, Hong Kong 2002
Referent: Alf Gerlach (Dr.med.habil., Dipl. Soz. und Psychoanalytiker aus Saarbrücken).




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Online Tipp || Filmgeschichte: Animationsfilmklassiker aus der Mainzer Partnerstadt Zagreb jetzt online

Das 1956 gegründete Zagreb Film Studio produzierte bis in die 70er Jahre bahnbrechende Animationsfilme, die sich als satirisch, parodistisch und politisch verstanden.
Das Studio hat mehr als 700 kurze Animationsfilme produziert, für das es annähernd 400 Auszeichnungen erhielt. Seine Blütezeit hatte das Studio in den 70er Jahre. Seitdem sind die Filme schwer zu finden und kaum zu sehen. Das ändert sich jetzt!


Online Tipp || Filmfriend-Bibliothek der Öffentlichen Bücherei Mainz

Die Anna Seghers Bücherei ist dem Video-on-Demand-Netzwerk filmfriend angeschlossen! Mit dem Bibliotheksausweis kann man kostenlos aus mehr als 3.500 Titeln z.T. preisgekrönte Filme und Serien auswählen – mit Suchfunktionen und sorgsam kuratierten Themen-Kollektionen.



Aktueller Bericht || Diskussion um Reform der deutschen Filmförderung
Seit Monaten wird eine Reform der deutschen Filmförderung diskutiert. Im Februar stellte Kulturstaatsministerin Clauda Roth ihre Schwerpunkte der Reform vor: ein Steueranreizmodell, Investitionsverpflichtungen und ein neues Filmfördergesetz (FFG). Diesen Monat hat das BKM einen Referentenentwurf für ein neues FFG zur Diskussion gestellt.


Analyse || Mythos Programmkino

»Nach dem Kinoboom der 50er Jahre machte in den 60er Jahren insbesondere die Verbreitung des Fernsehens mit Spielfilmangeboten den innerstädtischen Einzelhäusern das wirtschaftliche Überleben schwer. Die meisten Kinounternehmer reagierten mit baulichen Änderungen: sie setzten kleine Kinos, wie Schachteln, in ihre inzwischen überdimensionierten Häuser (...)
Als Reaktion auf den Wandel entstanden in den 70er Jahren aber auch alternative Kinos, die ein festes Monatsprogramm anboten und sich deshalb als Programmkino bezeichneten.(...)
Aber schon in der nächsten Kinokrise in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts – mediengeschichtlich zeitgleich mit der Einführung des Videorekorders und der TV-Fernbedienung – war der Betrieb von Programmkinos wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Der Kult um sie blieb aber bis heute ...«



Filmbild
Online Beitrag || Filmwissen: umfangreiche Beiträge zum Experimental- und Avantgardefilm auf cinemayence.online veröffentlicht

Nach fast einem Jahr Arbeit hat das CinéMayence eine umfangreiche Beitragssammlung online gestellt, in der systematisch wichtige Strömungen und ästhetische Strategien des Avantgarde- und Experimentalfilms bis zur zeitgenössischen Video- und Medienkunst dargestellt werden. Im Mittelpunkt stehen Filme, die auf einer Metaebene selbstreflexiv sind, also auch Aussagen über ihr Medium treffen. Insofern das Medium reflektiert und analysiert wird, sind Experimental- und Avantgarde-Filme hervorragend geeignet Filmwissen und Medienkompetenz zu vermitteln.

Filmbild Das Thema wird – einem eigenen Curriculum folgend – in drei übergeordneten Blöcken mit neun Kapiteln in Text, Bild und Video behandelt. Beispielhaft werden herausragende Filme und Medienarbeiten von filmgeschichtlich bedeutenden Pionieren bis zu renommierten zeitgenössischen KünstlerInnen auf mehr als 30 Internetseiten analysiert und interpretiert.

Filmbild Unter anderem geht es um Experimentalfilm als Metafilm (Raum und Zeit im Surrealismus, Dada, Strukturellen Film), Found-Footage-Film als Metafilm (Kompilation, Collage, Aneignung) und Medienkunst als Selbstreflexion (von Nam June Paik bis Dara Birnbaum).

Das von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur geförderte Projekt dient der Vermittlung von Filmwissen und Medienkompetenz. Die Verbreitung und Vermittlung von Filmwissen und Medienkompetenz ist eine Kernaufgabe Kommunaler Kinos.

Verfasser der Beiträge ist der Leiter des CinéMayence, Reinhard W. Wolf.