Filmprogramm zum Motto "Die goldenen Zwanziger" des Kultursommer Rheinland-Pfalz

ZWANZIGER - ZEITENWENDEN

Liebe Filmfreund/Innen,

Logo Im Juli zeigt das CinéMayence ein besonderes Programm mit Filmen, die exklusiv Filme zum Motto des Kultursommer Rheinland-Pfalz ausgewählt wurden. Es sind spannende und interessante Filme, die sonst nicht im Kino zu sehen wären.

Das Motto des Kultursommers lautet 2026 ‚Die Goldenen Zwanziger‘. Das Motto bietet nicht nur eine Rückbesinnung auf eine der interessantesten Epochen der deutschen Kulturgeschichte, sondern auch einen spannenden Bezug zur Gegenwart. Wie damals, stehen wir heute vor großen gesellschaftlichen Veränderungen und Herausforderungen. Das greifen wir Juli filmisch auf. Neben Filmen aus den ›goldenen‹ Zwanziger Jahren und Filmen über Persönlichkeiten der Zeit geht es um Parallelen zu Themen der 20er Jahre in unserem Jahrhundert, die heute wieder eine Rolle spielen und verblüffend ähnlich sind. Beide Perioden sind ›Zeitenwenden‹.

Themen, die in dem Programm vorkommen sind u.a.: Demokratie in Gefahr / gefährdete Stabilität / Wirtschaftskrise / Aufbruchstimmung / Veränderungen in der Rolle von Frauen / neuer Diskurs über Sexualität / Neuorganisation der Zivilgesellschaft / neue Formen der Massen- und Medienkultur.

Zum Thema haben wir passende Spiel- und Dokumentarfilme ausgewählt. Die Auswahl trotzt dabei den – auch heute wieder – täglichen Horrormeldungen mit Geschichten vom optimistischen Aufbruch, von Solidarität und kämpferischem Aufbegehren.
Lassen Sie sich von einem vielseitigen, unterhaltsamen Programm überraschen!

Mit besten Empfehlungen

Ihr CinéMayence-Team

Die Filmreihe wird von Kultursommer Rheinland-Pfalz der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur gefördert

Reservierung online: https://cinemayence.online/reservierung-online/ (reservierbar ab 30 Tage vor dem Termin) Reservierungen per E-Mail können leider nicht bearbeitet werden!
Bitte beachten Sie: Kartenzahlung ist nicht möglich – bitte Bargeld mitbringen!
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Das CinéMayence wird gefördert von der Stadt Mainz



Filmbild
Do, 2. bis Di, 7. Juli 20:00
Collapse Community – soziale und ökologische Zukunft
Wir werden alle sterben!
Dokumentarfilm von Benjamin Knight, D 2024, 97 Min, OmU, FSK 12
Eine höchst unterhaltsame Doku von Benjamin Knight über apokalyptische Ängste und die Kunst, sich davon wieder zu lösen.

Klimakatastrophe, Atomkrieg, Sorge vor Rechtsruck, Faschismus und Bürgerkrieg: Ben lebt und arbeitet als Journalist in Berlin und ihm setzen die andauernden Krisen zu. Also reist er von Berlin nach London, nach Kansas, nach Norwegen und schließlich ins Zentrum des Weltuntergangs, dem Chicxulub-Meteoriten-Krater in Mexiko. Er will von jenen lernen, die sich auf den sozialen und ökologischen Zusammenbruch vorbereiten, ob man sie nun „Prepper“, „Doomer“ oder „Bunkerbewohner“ nennt – die internationale „Collapse-Community“ ist größer als gedacht.





Filmbild
Mi, 8.7. 20:00
Musik für die Augen / Avantgardefilm und Gespräch
Oskar Fischinger – Musik für die Augen
Erzählt von Elfriede Fischinger, Produktion/Motion Design: Ralf Ott, Musik: Parviz Mir-Ali Harald Pulch und Ralf Ott sind zu einem Gespräch nach dem Film anwesend.
Jahrzehnte bevor Computergrafiken und Musikvideos entstanden, verband der Filmvisionär Oskar Fischinger in kurzen Filmen abstrakte Formen und Farben mit Musik. Der Dokumentarfilm von Harald Pulch und Ralf Ott zeichnet das Leben und Werk des Trickfilmpioniers und Erfinders des Musikvideos nach. Erzählt von seiner Ehefrau und Kollegin Elfriede Fischinger, zeigt der Film das bewegte Künstlerleben des Ehepaars und Fischingers innovativen Einfluss auf Bewegtbilder.

Nach einer aufwendigen digitalen Restaurierung der experimentellen Animations-Filme und Werbefilmklassiker ist „Oskar Fischinger – Musik für die Augen“ ein 90-minütiges Zeitdokument, das einen der bedeutendsten Filmkünstler des 20. Jahrhunderts ins kollektive Gedächtnis zurückholt. (Pitt Herrmann, filmportal, )

Hintergrund - Über die Umsetzung des Films
Das dokumentarisches Künstlerporträt beruht zu großen Teilen auf einem langen Interview, das Harald Pulch, damals Professor für Filmgestaltung an der Hochschule Mainz, 1993 über fünf Tage verteilt in Los Angeles mit Elfriede Fischinger, der Witwe und langjährigen Mitarbeiterin Oskar Fischingers, führte. Die alternierende Montage kombiniert Auszüge dieser Video-Aufnahmen, die Pulchs ehemaliger Schüler Ralf Ott digital aufbereitet hat, mit Ausschnitten vieler Fischinger-Filme. Dazu kommen historische Schwarzweiß-Fotos und -Filmaufnahmen des Ehepaares. Der chronologisch erzählende Film ist durch Zwischenüberschriften in kurze Kapitel gegliedert und so klar strukturiert. Er verzichtet sowohl auf einen Off-Kommentar als auch auf Statements von Zeitzeug*innen oder Filmhistoriker*innen. Durch die Beschränkung auf die persönlichen Erlebnisberichte der Witwe erhält der Film Züge einer Hommage, die das Bedürfnis nach kritischer Einordnung weckt.

»Der Zugang zu dem Archiv von Oskar Fischinger und das Insiderwissen von Elfriede Fischinger gewähren Einblick in die (auch technischen) Hintergründe der Werke. So wirkt „Oskar Fischinger – Musik für die Augen“ zeitweise fast wie ein „Making of“. […] Auch rund 90 Jahre und etliche technologische Quantensprünge später schaut man dem Tanz der Quadrate, Dreiecke, Kreise und Linien noch immer beglückt zu.« (Esther Buss, Filmdienst).




Filmbild
Do, 9. bis So, 12.7. 20:00
Töne der Zwanziger Jahre / Mode
Bolero
Biopic von Anne Fontaine, F/B 2024, 121 Min., OmU, FSK 6
Der Film BOLERO erzählt von der Entstehung des gleichnamigen Ballett- und Orchesterstücks und wirft einen Blick auf das Leben und Schaffen seines Schöpfers: der französische Komponist Maurice Ravel.

Paris 1928: Der Komponist Maurice Ravel erhält von der exzentrischen Tänzerin Ida Rubinstein den Auftrag, die Musik für ihr nächstes Ballett zu komponieren. Sie wünscht sich etwas Sinnliches und Betörendes. Ravel sieht sich zunächst nicht in der Lage, etwas zu Papier zu bringen. Er sucht Inspiration in seinem Alltag und taucht tief in sein Innerstes ein, setzt sich mit den Misserfolgen seiner frühen Jahre, dem Bruch durch den Ersten Weltkrieg und der unmöglichen Liebe zu seiner Muse Misia Sert auseinander. Eine scheinbar zufällige Idee wird die Grundlage für seinen größten Erfolg, ein faszinierendes und einzigartiges Werk, das dem Komponisten zu Weltruhm verhelfen wird: der Bolero.

Gedreht unter anderem in Maurice Ravels Original-Wohnhaus und an seinem Klavier, nimmt uns Anne Fontaine mit auf eine sinnliche Reise in die Welt Ravels und lässt uns eindrücklich spüren, wie dieses Meisterwerk der Musikgeschichte entstanden ist.

Pressestimmen
»Ein klug und treffend verhaltener Film, in dessen Schlusssequenz Ravel ein Himmelsorchester mit dem Finale des „Boléro“ dirigiert, spektakulär durchtanzt vom Pariser Star-Solisten François Alú.« Wolf-Dieter Peter, Neue Musik Zeitung).





Filmbild
Do, 13. bis Mi, 15.7. 20:00
Bilder / Malerei
Munch
Dokumentarfilm von Henrik Martin Dahlsbakken, N 2023, OmU
Maler, Exzentriker, Genie: Edvard Munch, Begründer des Expressionismus, ist einer der bedeutendsten Künstler der Moderne. Sein „Der Schrei“ gehört zu den wichtigsten (und teuersten!) Gemälden des 20. Jahrhunderts. Aber wer war Edvard Munch? In vier Episoden entfaltet »Munch« die einzigartige Biografie eines getriebenen Geistes. Vom aufstrebenden Künstler im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zum eigenwilligen Greis, der sein Lebenswerk im besetzten Norwegen vor den Nazis schützt. Munchs Leben ist verwoben mit der europäischen Geschichte, geprägt von riesigem Erfolg und katastrophalem Scheitern, euphorischer Ekstase und selbstzerstörerischem Exzess.

Filmkritik
»Der Film, in dem leidenschaftlich über Kunst, Genie und seelisches Ungleichgewicht debattiert wird, addiert Bruchstücke unterschiedlicher Lebensphasen. Er bewegt sich sprunghaft und assoziativ durch Raum und Zeit. ‘’Wenn ich male, fühle ich mich vollständig’ resümiert Munch und fügt selbstkritisch hinzu 'Ich bin unmöglich'. Der Abspann teilt lapidar mit, dass Munch fast 30 000 Werke hinterlassen hat. In Dahlsbakkens Film wird das Fundament dieser Produktivität sichtbar. Dietmar Kanthak, epd-film .





Filmbild
Do, 16. bis Mi, 22.7.20:00
Gesellschaftlicher Wandel / Wendepunkte
Breaking Social – Können wir uns die Reichen leisten?
Dokumentation von Fredrik Gertten, S 2023, 93 Min., OmU, FSK 12
Wer viel und hart arbeitet wird reich belohnt. Dieser Mythos hält sich immer noch. Doch die Realität sieht anders aus. Überall auf der Welt werden Menschen und Ressourcen ausgebeutet. Und das nicht von Einzelpersonen. Immer wieder lässt sich beobachten, dass es ganze Systeme sind, die Machtstrukturen aufrechterhalten um sich selbst zu bereichern. Vom korrupten Regime in Malta, über Ausbeutung von Lehrer:innen in den USA, zu Übergriffen an Frauen in Chile. Die Welt leistet sich die Reichen auf Kosten der Ärmsten und auf Kosten des Planeten. Doch wie können wir als Kollektiv zusammenkommen und unsere Stimmen hörbar machen? BREAKING SOCIAL blickt auf die Wendepunkte, die Menschen dazu bringen aktiv zu werden und sich zu organisieren und erforscht die Möglichkeiten zur Überwindung von Ungerechtigkeit und Korruption.

Filmkritik
»Breaking Social registriert die Frustration und Wut der Unterdrückten. Der Film weiß um den Bruch des (fiktiven) Gesellschaftsvertrages, sucht aber nach Indizien der Veränderung und des Aufbegehrens, weil „Pessimismus und Zynismus“ ja keine Lösung sind, so Gertten. (Ulrich Kriest, Filmdienst) Der Schwede Fredrik Gertten berührt in seiner Dokumentation aktuelle Themen wie Aktivismus, Ausbeutung, Korruption und gesellschaftlicher Wandel .






Filmbild
Do, 23.7. 20:00
Glücksversprechen
Ich bei Tag und Du bei Nacht
Spielfilm von Ludwig Berger, D 1931, 97 Min., FSK 0 mit Käthe von Nagy, Willy Fritsch, Julius Falkenstein Einführung: Janis Noah Kuhnert
In der romantischen Komödie begegnen sich zwei junge Leute, die sich so verhalten, wie sie es aus den glanzvollen Kinofilmen ihrer Zeit kennen.
Grete arbeitet in einem Maniküre-Salon und wohnt bei der ehemaligen Theaterschauspielerin Frau Seidelbast zur Untermiete. Tagsüber, wenn Grete arbeitet, ist das Zimmer an Hans vermietet, der Kellner im Nachtlokal „Casanova“ ist und erst morgens zum Schlafen kommt. Grete und Hans haben sich noch nie gesehen. Eines Tages lernen sich die beiden kennen. Sie verabreden sich zu einem Ausflug nach Potsdam, wo sie nach einer Führung durch das Schloss Sanssouci versehentlich eingeschlossen werden und in dieser misslichen Situation einander näherkommen Sie verabreden sich zu einem Ausflug nach Potsdam, wo sie nach einer Führung durch das Schloss Sanssouci versehentlich eingeschlossen werden und in dieser misslichen Situation einander näherkommen und sich verlieben.

Da jeder vom anderen annimmt, daß er gesellschaftlich weit über ihm rangiere und einander für vermögender halten, scheint ihrem Glück keine große Zukunft beschieden. Doch dieses Mißverständnis klärt sich auf, und am Ende steht für die beiden die überraschende Enthüllung, daß sie nicht nur die selbe Wohnung teilen, das wegen ihrer unterschiedlichen Arbeitszeiten zweimal vermietet werden konnte. sondern sogar im selben Bett schlafen,

Die musikalische Filmkomödie, in der sogar die Comedian Harmonists einen kurzen Auftritt haben, parodiert die Glücksversprechungen des Kinos im Kontext der Wirtschaftskrise am Ende der Weimarer Republik.

Regie führte Ludwig Berger, geboren 1892 in Mainz, der einer der führenden deutschen Film- und Theaterregisseure war und der einzige Mainzer Filmemacher von internationalem Rang ist. Im Dezember 2025 zeigte das CinéMayence bereits zwei seiner Filme: Der Walzerkrieg (1933) und Les trois valses (Drei Walzer, F 1938).

Produziert wurde Ich bei Tag und Du bei Nacht von Erich Pommer, einem der bedeutendsten Filmproduzenten der deutschen Filmgeschichte, .





Filmbild
Fr, 24. – Mi, 29.7.20:00
Träume verwirklichen
Das Fest geht weiter! (Et la fête continue!)
Spielfilm von Robert Guédiguian, F/I 2023, 106 Min, OmU, FSK 12
Eine politisch aktive Krankenpflegerin hält mit Lebensfreude und Hilfsbereitschaft ihre Großfamilie im maroden Stadtzentrum von Marseille zusammen. Während ihre Kinder mit Alltagskonflikten ringen, verliebt sie sich im Alter noch einmal. Sie erkennt, dass es nie zu spät ist, ihre eigenen politischen und persönlichen Träume zu verwirklichen.

Filmkritik
»In diesen seltsamen Zeiten der Rückschritte und des Egoismus, die alle unsere Gesellschaften betreffen, kann sich ein Filmemacher nicht damit begnügen, das Elend der Welt zu beschreiben ... er muss auch neue Wege aufzeigen, auf denen die Ideen des Teilens und der Demokratie die Oberhand gewinnen können, von dem angegriffenen Armenien bis zu SOS Méditerranée, vom Flüchtlingsstatus bis hin zum sozialen Wohnungsbau, von der Verteidigung des Krankenhauses und der Schule bis hin zur Neuerfindung der Linken und der Horizontalität der Kämpfe in den Stadtvierteln. Und all das mit dem Bestreben, gehört zu werden, das heißt, ein Filmemacher zu sein, der glaubt, dass sich Autorenkino und populäres Kino nicht widersprechen« (Robert Guédiguian).





Filmbild
Do, 30.7. 20:00
Filmklassiker der 20er
Nosferatu
Spielfilm von Friedrich Wilhelm Murnau, D 1922, 94 Min., restaurierte Fassung mit Musik
Nach Bram Stokers Roman Dracula erzählt der Film die Geschichte des Grafen Orlok (Nosferatu), eines Vampirs aus den Karpaten, der in Liebe zu Ellen, der Frau eines Immobilienmaklers, der dem Grafen ein Haus in Wisborg verkauft hat, entbrennt. Nosferatu reist auf einem Geisterschiff nach Wisborg, um sein Haus in Besitz zu nehmen und Ellen zu treffen. Er bringt Schrecken und Tod über ihre Heimatstadt. Ellen erkennt die Herausforderung, und um das unheilvolle Schicksal aufzuhalten, opfert sie sich und gibt sich dem Vampir hin. In den ersten Sonnenstrahlen des neuen Morgens löst sich die mysteriöse Gestalt in Nichts auf ... Der Film aus den Zwanziger Jahren mit seiner dämonischen Hauptfigur und seiner traumartigen Inszenierung, die Seelenzustände spiegelt, gilt als eines der wichtigsten Werke des Kinos der Weimarer Republik. Die Figur des Nosferatu lässt sich politisch als Despot lesen, der tyrannisch ist, weil er das Gefühl habe, nicht geliebt zu werden.

Siegfried Kracauer nennt in seinem Buch Von Caligari zu Hitler (1947) den Vampir eine Tyrannenfigur. Zu diesem Tyrannen stehe das Volk in einer Art „Hassliebe“.

Ungewöhnlich für einen deutschen Film dieser Zeit waren die große Anzahl an Außenaufnahmen und die intensive Nutzung real existierender Drehorte.

Fassung
2005-2006 schuf die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung eine Überarbeitung, bei der der Film komplett digitalisiert und jedes Einzelbild bearbeitet wurde. Die Originalmusik der neuen Vertonung ist von Hans Erdmann, eingespielt vom Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken.

Quelle: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung



Anschliessend Sommer-Programmpause.

Nächste Veranstaltung am 18. September zur Interkulturellen Woche.




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Online Tipp || Filmgeschichte: Animationsfilmklassiker aus der Mainzer Partnerstadt Zagreb jetzt online

Das 1956 gegründete Zagreb Film Studio produzierte bis in die 70er Jahre bahnbrechende Animationsfilme, die sich als satirisch, parodistisch und politisch verstanden.
Das Studio hat mehr als 700 kurze Animationsfilme produziert, für das es annähernd 400 Auszeichnungen erhielt. Seine Blütezeit hatte das Studio in den 70er Jahre. Seitdem sind die Filme schwer zu finden und kaum zu sehen. Das ändert sich jetzt!


Online Tipp || Filmfriend-Bibliothek der Öffentlichen Bücherei Mainz

Die Anna Seghers Bücherei ist dem Video-on-Demand-Netzwerk filmfriend angeschlossen! Mit dem Bibliotheksausweis kann man kostenlos aus mehr als 3.500 Titeln z.T. preisgekrönte Filme und Serien auswählen – mit Suchfunktionen und sorgsam kuratierten Themen-Kollektionen.



Aktueller Bericht || Diskussion um Reform der deutschen Filmförderung
Seit Monaten wird eine Reform der deutschen Filmförderung diskutiert. Im Februar stellte Kulturstaatsministerin Clauda Roth ihre Schwerpunkte der Reform vor: ein Steueranreizmodell, Investitionsverpflichtungen und ein neues Filmfördergesetz (FFG). Diesen Monat hat das BKM einen Referentenentwurf für ein neues FFG zur Diskussion gestellt.


Analyse || Mythos Programmkino

»Nach dem Kinoboom der 50er Jahre machte in den 60er Jahren insbesondere die Verbreitung des Fernsehens mit Spielfilmangeboten den innerstädtischen Einzelhäusern das wirtschaftliche Überleben schwer. Die meisten Kinounternehmer reagierten mit baulichen Änderungen: sie setzten kleine Kinos, wie Schachteln, in ihre inzwischen überdimensionierten Häuser (...)
Als Reaktion auf den Wandel entstanden in den 70er Jahren aber auch alternative Kinos, die ein festes Monatsprogramm anboten und sich deshalb als Programmkino bezeichneten.(...)
Aber schon in der nächsten Kinokrise in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts – mediengeschichtlich zeitgleich mit der Einführung des Videorekorders und der TV-Fernbedienung – war der Betrieb von Programmkinos wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Der Kult um sie blieb aber bis heute ...«



Filmbild
Online Beitrag || Filmwissen: umfangreiche Beiträge zum Experimental- und Avantgardefilm auf cinemayence.online veröffentlicht

Nach fast einem Jahr Arbeit hat das CinéMayence eine umfangreiche Beitragssammlung online gestellt, in der systematisch wichtige Strömungen und ästhetische Strategien des Avantgarde- und Experimentalfilms bis zur zeitgenössischen Video- und Medienkunst dargestellt werden. Im Mittelpunkt stehen Filme, die auf einer Metaebene selbstreflexiv sind, also auch Aussagen über ihr Medium treffen. Insofern das Medium reflektiert und analysiert wird, sind Experimental- und Avantgarde-Filme hervorragend geeignet Filmwissen und Medienkompetenz zu vermitteln.

Filmbild Das Thema wird – einem eigenen Curriculum folgend – in drei übergeordneten Blöcken mit neun Kapiteln in Text, Bild und Video behandelt. Beispielhaft werden herausragende Filme und Medienarbeiten von filmgeschichtlich bedeutenden Pionieren bis zu renommierten zeitgenössischen KünstlerInnen auf mehr als 30 Internetseiten analysiert und interpretiert.

Filmbild Unter anderem geht es um Experimentalfilm als Metafilm (Raum und Zeit im Surrealismus, Dada, Strukturellen Film), Found-Footage-Film als Metafilm (Kompilation, Collage, Aneignung) und Medienkunst als Selbstreflexion (von Nam June Paik bis Dara Birnbaum).

Das von der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur geförderte Projekt dient der Vermittlung von Filmwissen und Medienkompetenz. Die Verbreitung und Vermittlung von Filmwissen und Medienkompetenz ist eine Kernaufgabe Kommunaler Kinos.

Verfasser der Beiträge ist der Leiter des CinéMayence, Reinhard W. Wolf.