Kino CinéMayence - Programm
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CinéMayence Live: Filmemacher zu Gast





Bild aus Halfmoon Files Di 6. Feb. 20:30 Uhr
Künstlerischer Dokumentarfilm / Film und Gespräch
The Halfmoon Files
Dokumentarfilm/Essay von Philip Scheffner, D 2007, DVD, 87 Min., Deutsch und Engl, Hindi, Punjabi, Gurka OmU
anschl. Diskussion mit Philip Scheffner, Moderation: Markus Reuter
„Es war einmal ein Mann. Er geriet in den europäischen Krieg. Deutschland nahm diesen Mann gefangen. Er möchte nach Indien zurückkehren. Wenn Gott gnädig ist, wird er bald Frieden machen. Dann wird dieser Mann von hier fortgehen.“ (Bhawan Singh, Wünsdorf 1917)

Im Kriegsgefangenenlager Wünsdorf bei Berlin, waren während des Ersten Weltkriegs Tausende alliierte Kolonialsoldaten und kriegsgefangene Muslime interniert. Krieg, Anthropologie, Rassismus und Exotismus griffen im sogenannten „Halbmondlager“ in Wünsdorf ineinander, denn das Lager diente der Indoktrinierung dieser Soldaten zum Djihad gegen ihre Kolonialherren, als Kulisse für deutsch-koloniale Propagandafilme sowie als Labor für ethnologische Feldforschung: Über 2000 Wachswalzen und Lautplatten mit Musik- und Sprachaufnahmen sind erhalten.

Philip Scheffners faszinierende audiovisuelle Recherche erschließt diesen außergewöhnlichen Quellenbestand und damit die weitgehend vergessene Präsenz überseeischer Kolonialtruppen in Europa und des Islams in Deutschland.
Eine Kooperationsveranstaltung vom Journalistischen Seminar, dem Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft (beide Johannes Gutenberg-Universität Mainz) sowie dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte.“

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Bild aus Halfmoon Files Mi 7. Feb. 20:30 Uhr
Der Fall Rimbaud
The Limits of Control
Spielfilm von Jim Jarmusch, USA 2009, 122 Min., OmU D: Isaach de Bankolé, Paz de la Huerta, Tilda Swinton, John Hurt, Gael García Bernal, Bill Murray, Hiam Abass; K: Christopher Doyle
Musikalische Umrahmung: Luqas Bonewitz, Gitarre
Eintritt: € 7 (ermäßigt € 5)
Inspiriert durch „Le Bateau ivre“ von Arthur Rimbaud wie auch durch einen Essay von William S. Burroughs, drehte Jarmusch einen seiner ungewöhnlichsten Filme. Was im Plot und der Atmosphäre wie ein spannender Agententhriller daherkommt, gerät zunehmend zur Studie über einen einsamen Mann, der sich durch die Zeit und Geographie Spaniens treiben lässt, in beeindruckender körperlicher Präsenz dargestellt von Isaach de Bankolé. Er begegnet mystischen Gestalten und scheint ein dem Zuschauer unbekanntes Ziel zu verfolgen. Dabei spielen eine Gitarre und der Flamenco eine wichtige Rolle, weswegen Luqas Bonewitz die Vorstellung live musikalisch umrahmen wird.
In Kooperation mit Dreimalklingeln e. V.
Offizielle Filmseite (span): www.loslimitesdelcontrol.es/


+++ Fastnachts-Pause 8. - 14. Feb. +++


Bild aus Drei Zinnen Do 15. – Mi 21. Feb. 20:30 Uhr
Neuer deutscher Film / Mensch und Natur
Drei Zinnen
Spielfilm von Jan Zabeil, D 2017, 94 Min., dt. OF
D: Alexander Fehling, Bérénice Bejo, Arian Montgomery
Seit zwei Jahren sind Aaron (Alexander Fehling) und seine französische Freundin Lea (Bérénice Bejo) ein Paar. Lea hat ein achtjährigen, Tristan (Arian Montgomery), der sowohl bei ihnen als auch bei seinem leiblichen Vater aufwächst. Das Paar plant, mit dem Jungen nach Paris umzuziehen, davor sollen die gemeinsamen Ferien in einer abgelegenen Hütte in den Dolomiten Aaron und Tristan noch näher zusammenbringen und eine neue Familie aus den Dreien machen.

Aaron nähert sich dem Jungen liebevoll, doch als er diesen für sich gewinnen kann, wächst Tristans Zerrissenheit zwischen ihm und seinem Vater, der auch im Urlaub durch regelmäßige Anrufe ständig präsent ist. Lea versucht zu vermitteln, während Aaron immer weniger in der Lage ist, diesen Konflikt in ihrem Beisein auszutragen. Als Aaron und Tristan bei einer hochalpinen Bergtour voneinander getrennt werden und undurchdringlicher Nebel aufzieht, scheint eine Katastrophe unabwendbar ...

»Ein Mann und ein Junge, unterwegs in den Dolomiten. Der Erwachsene will dem Kind seinen 'liebsten Berg', die Drei Zinnen, zeigen, der imposant in den Himmel ragt. "Das sind drei Berge", findet der achtjährige Tristan und erklärt sie zu „Mama, Papa, Kind“. Eine Bilderbuchfamilie, wie sie sich viele vorstellen, voller Freude miteinander verbunden, unerschütterlich wie ein Fels.«

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Bild aus DieFluegelDerMenschen Do 22. – Di 27. Feb 20:30 Uhr
Kirgisistan / Mensch und Natur
Die Flügel der Menschen
Spielfilm von Aktan Arym Kubat, Kirgistan/NL/D/F 2017, 89 Min., OmU
Hoch oben in den Bergregionen Kirgisistans geht ein Pferdedieb um. Auf die edelsten Tiere hat er es abgesehen, die den Oligarchen die liebsten Statussymbole sind. Doch dem Pferdedieb geht es nicht um Geld. Er reitet die Tiere in die Freiheit und entlässt sie in die offenen Täler des Alatau-Gebirges – bis sie dort unweigerlich von ihren Besitzern wieder aufgegriffen werden.

Zentaur heißt der Pferdedieb, der mit seiner Frau und seinem Sohn in einem kleinen Dorf lebt, in dem es außer dem Gerede der Dorfbewohner nicht mehr viel gibt. Nur sein altes Kino, das heute als Moschee genutzt wird, erinnert noch an die Zeit, als hier Filme aus Russland und Bollywood von einer anderen Welt erzählten. Zentaur sieht mit Sorge, wie sich die Zeiten geändert haben – die Pferde, einst untrennbar mit der Identität und der Freiheit der Kirgisen verwoben, sind heute eine Ware, von menschlicher Profitgier in einen Stall verbannt. Doch die Oligarchen haben Macht und wollen sich nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen. Und so wird der Kleinkriminelle Sadyr beauftragt, den Dieb zu fangen und auszuliefern.
Kirgisistans bekanntester und mit zahllosen internationalen Preisen ausgezeichneter Regisseur Aktan Arym Kubat kehrt nach DER DIEB DES LICHTS mit einem neuen Film voll märchenhafter Dichte und Direktheit zurück. Mit Bildern, die uns weit in den Himmel und die wilde Landschaft eintauchen lassen, erzählt DIE FLÜGEL DER MENSCHEN sehr gefühlvoll von der Distanz, die sich zwischen die Gegenwart und die Zeit der Mythen geschlichen hat.

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Bild aus Das ist nur der Anfang Mi 28. Feb 20:30 Uhr
Frankreich 1968 / Film und Gespräch
Das ist nur der Anfang (Ce n'est qu'un début continuons le combat)
Dokumentarfilm von Claudia von Alemann, BRD/F 1968/69, 45 Min.
Anschl. Diskussion mit der Regisseurin
ai 1968 Paris Frankreich. 8 Millionen Franzosen streiken. Polizisten stürmen die Barrikaden, die Sorbonne wird gestürmt, die Studierenden besetzen die universitären Räume und forcieren deren Öffnung für die gesellschaftlichen Kämpfe und Debatten, die die herkömmlichen Institutionen infrage stellen.
Welche Rolle speilt dabei der Film? Welche Funktion kann dem Film in dieser Bewegung zukommen? Wie engagieren sich Filmemacher/innen im Rahmen einer neu zu definierenden Kulturpolitik? Und wie werden ihre Forderungen in der filmischen Praxis umgesetzt? Filmstudierende, Schüler/innen, Arbeiter/innen u.a. der Citroen-Werke und auch etablierte Regisseure wie Jean-Luc Godard beteiligen sich in diesem Film an den Debatten und Auseinandersetzungen der im Mai 68 entstandenen Filmkollektiven.

„Das ist nur der Anfang, der Kampf geht weiter – Film als Waffe im politischen Kampf“ von Claudia von Alemann ist ein einzigartiges Dokument aus dieser Zeit.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz
Filmstandbild: Dominique Grange, Sängerin, Autorin, politische Aktivistin © Alemann/privat

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Vorschau

Do 1. – Di 6. März 20:30 Uhr
Cross-Dressing-Komödie / Film français / Frauen
Voll verschleiert (Cherchez la femme)
Spielfilm von Sou Abadi, F 2017, 87 Min., OmU
D: Félix Moati, Camelia Jordana u.v.a



Mi 7. März 20:30 Uhr
Filmabend des Institut français
Mustang
Spielfilm von Deniz Gamze Ergüven, Türkei/F/D 2015, 98 Min., OmU



Do 8. – Mi 14. März 20:30 Uhr
Starke Frauen / Jane Goodall / Mensch und Natur
Jane
Dokumentarfilm von Brett Morgan, USA 2017, 90 Min, OmU
über Jane Goodall, Musik: Philip Glass